Abgeordneten-Check jetzt!

Verein Durchblick kämpft für PID-Verbot

Von Thomas Schührer

ÖSTRINGEN/BERLIN, 22. Juni 2011 (Vaticanista).- Der Bundestag debattiert über ein PID-Verbot. Ende Juni soll die endgültige Entscheidung fallen. Zwei unterschiedlich liberalen Anträgen steht ein Antrag auf ein grundsätzliches Verbot gegenüber. Nur letzterer ist akzeptabel. Denn PID verletzt die Menschenwürde aufs schwerste. Die Abstimmung wird knapp ausfallen. Jeder Abgeordnete kann frei abstimmen, Partei- und Fraktionsrichtlinien gibt es nicht. Weit über 100 Abgeordnete haben sich noch nicht festgelegt. Wieder kommt es also auf das Abstimmungsverhalten an, ob ein erneuter Dammbruch beschlossen wird, oder die Widerstandslinie gehalten werden kann. Wer weiter denkt und die Logik der Lobbyisten kennt, weiß, dass mit der PID eine Tür geöffnet werden soll, damit Fortpflanzungsmediziner sich einen Wachstumsmarkt erschließen können.

Freilich wären auch ohne diese weiterführenden Pläne die Fakten der PID schon grausam genug. Vom Leid der betroffenen Paare ganz zu schweigen. Die Frauen werden mit Hormonen stimuliert, damit sie mehrere Eizellen hervorbringen, diese werden mit einer Nadel »geerntet«. Unterdessen masturbiert der Mann in eine Glasschale. Im Labor werden dann Samen- und Eizelle zusammengeführt. Dann wird mittels PID geprüft, ob das »Produkt« den Qualitätsansprüchen genügt… Und so weiter und so weiter. Ist das die Zukunft, die wir uns wünschen? Ist da das Kind noch Frucht der Liebe oder Gegenstand zur Wunscherfüllung der Eltern?

Nein, die Bilanz der PID, angefangen bei der künstlichen Befruchtung, ist erschreckend. Mit dem christlichen Menschenbild ist all das nicht vereinbar. So weit so schlecht. Nun liegt es an uns, nichts unversucht zu lassen, um diese furchtbare Entwicklung aufzuhalten. Wir haben keine Garantie für Erfolg. Aber kämpfen müssen wir! Zu scheitern wäre nicht entehrend. Nicht gekämpft zu haben wäre schändlich. Daher hat der Verein »Durchblick e.V.« im badischen Östringen eine bundesweite Aktion gestartet. Gott sei Dank durfte ich eine Möglichkeit kennenlernen, die es uns erlaubt, direkt auf die Abgeordneten einzuwirken: »Abgeordneten-Check«.

Die Verantwortlichen dieser Initiative sind seriöse Geschäftspartner und zudem Glaubensgeschwister. Sie bieten als Dienstleistung eine mehrstufige Kampagne an, die gut durchdacht und praxiserprobt ist und viele Menschen erreichen kann. Wichtigstes Mittel der Kampagne ist eine Internetseite (http://www.abgeordnetencheck.de). Abgeordneten-Check hat alles so vorbereitet, dass viele Menschen mit jeweils nur geringem Aufwand an die Abgeordneten herantreten können.

Was es braucht sind ein paar Minuten am Computer. Wer keinen eigenen hat, kann Verwandte oder Freunde bitten, drei Minuten zu investieren, um auf den eigenen Abgeordneten Einfluss zu nehmen. Den bis jetzt noch unentschlossenen Abgeordneten dürfte es hauptsächlich darum gehen, keine Wählerstimmen zu verlieren. Deshalb braucht es möglichst viele Reaktionen aus dem Wahlkreis. Aber auch für diejenigen, die sich schon festgelegt haben muss klar sein: Wenn ich das PID-Verbot nicht unterstütze, verliere ich Stimmen. Politiker schauen auf Wählerstimmen. Die Angst, das Mandat zu verlieren, ist groß. Viele halten ihr Fähnchen in den Wind und geben dem größten Druck nach.

Deswegen müssen wir jetzt Druck auf sie ausüben! Und zwar massiv! Daher braucht es viele, die bei dieser Aktion mitmachen. Bitte beteiligen Sie sich daran! Und machen Sie bitte auch alle Freunde und Bekannte, ob gläubig oder nicht gläubig, auf die PID-Problematik und die Aktion aufmerksam! Je mehr Wähler Kontakt mit ihrem Abgeordneten aufnehmen, desto mehr können wir bewirken. In drei Minuten ist alles erledigt. Investieren Sie diese drei Minuten! Nur wer im Rahmen des ihm Möglichen gekämpft hat, darf sich über die beklagen, die ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind.

 

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