„Die Tat zeigt auf schlimmste Art und Weise das brutale Gegenteil“

Beistand für die Opfer von Oslo

Von Alfred Herrmann/ Bonifatiuswerk

PADERBORN, 25. Juli 2011 (Vaticanista).- Beim Libori-Fest in Paderborn ist am Montag die traditionelle Betstunde des Bonifatiuswerkes für die Katholiken in der Diaspora von den Massakern in Norwegen überschattet worden. Für die Opfer der Attentate in Oslo betete der norwegische Bischof Berislav Grgić im Dom zu Paderborn. Der Hirte der norwegischen Prälatur Tromsø bewege starke Trauer und Mitgefühl, bekannte er vor den Gläubigen. „Wir bitten für die Angehörigen, für die Familien und für all diejenigen, die das Attentat miterlebten, dass sie die Kraft finden, um die Wunden und Schmerzen dieser schrecklichen Tat zu tragen.“

Bischof Grgić, der lange als Generalvikar in Oslo arbeitete, fühle sich eng mit den Menschen vor Ort verbunden. „Die Kirche steht in diesen Zeiten der Not an der Seite der Betroffenen“, betonte er. Die kleine katholische Kirche in Norwegen versuche in ökumenischer Zusammenarbeit dazu sein und Trost zu spenden. „Vor allem in den Schulen und Kindergärten gilt es nun den jungen Menschen zu helfen, diese schrecklichen Ereignisse zu verarbeiten“, sagte der 51-Jährige.

Im Namen des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, das seit 1974 die katholische Kirche in Norwegen unterstützt, sprach Generalsekretär Monsignore Georg Austen den Angehörigen sein Mitgefühl aus. „Es ist eine schreckliche Tat, die von furchtbarer Unmenschlichkeit gezeichnet ist. Wir fühlen uns mit den Betroffenen in ihrer Not im Gebet verbunden.“ Wenn der Täter als christlicher Fundamentalist bezeichnet werde, könne er dem nur entschieden widersprechen. „Zentrales Fundament des Christentums ist die Gottes- und die Nächstenliebe. Die Tat zeigt auf schlimmste Art und Weise das brutale Gegenteil“, sagte Monsignore Austen mit Nachdruck.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken engagiert sich für katholische Christen, die ihren Glauben in einer Minderheitensituation leben. In Norwegen gehören rund 1,5 Prozent der Bevölkerung der katholischen Kirche an.

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