Gesundheit heißt auch Heilung von Geist und Seele

Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum Welttag der Kranken 2012

Von Andreas Breitkopf

ROM, 30. Januar 2012 (Vaticanista).- Papst Benedikt XVI. hat in seiner Botschaft zum XX. Welttag der Kranken 2012 diese dazu ermutigt, „immer einen sicheren Anker im Glauben zu finden“ und diesen besonders durch das Hören auf das Wort Gottes, durch das persönliche Gebet und die Sakramente zu nähren. Gesundheit heiße auch spirituelle Gesundheit. Benedikt XVI. sicherte auch seine geistliche Zuneigung gegenüber allen Kranken der Welt zu und empfahl die „Sakramente der Heilung“ – Beichte und Krankensalbung.

Mit Verweis auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter spricht der Papst die Zuversicht aus, dass derjenige, der glaubt, nicht alleine sei, denn er werde durch den Glauben gerettet.

Benedikt XVI., der die körperliche Gesundheit mit der von Seele und Geist im Zusammenhang sieht, betonte, dass Gott uns helfe, Leiden und Sorgen zu ertragen und uns „im tiefsten unseres Herzens“ heilen wolle. Die Liebe der Kirche sei eine „Verlängerung“ dieser nie endenden Fürsorge in der Zeit, sagte der Pontifex. Gott, der ‚voll Erbarmen ist‘ (Eph 2,4) wie der Vater im Gleichnis aus dem Evangelium (vgl. Lk 15,11-32) verschließt keinem seiner Kinder sein Herz, sondern er wartet auf sie, er sucht sie und kommt zu ihnen, dort wo die Ablehnung der Gemeinschaft sie in Isolierung und Spaltung gefangen hält, teilte der Papst in seiner Botschaft zum diesjährigen Tag Welttag der Kranken mit. Das Motto dazu lautete: „Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen“.

Das Sakrament der Krankensalbung verdiene heute sowohl in der theologischen Reflexion als auch im pastoralen Handeln gegenüber den Kranken größere Beachtung. Dabei sollten die Inhalte des liturgischen Gebets zur Geltung gebracht werden, die den mit der Krankheit verbundenen verschiedenen Situationen des Menschen angepasst seien und sich nicht nur auf das Lebensende beziehen. Die Krankensalbung dürfe nicht als „geringeres Sakrament“ angesehen werden.

Indirekt hob der Pontifex auch die Wichtigkeit der Krankenkommunion in den einzelnen Pfarrgemeinden hervor, wenn er schreibt, dass die gesamte kirchliche Gemeinschaft und insbesondere die Pfarrgemeinde dafür Sorge tragen solle, dass denen, die aus Alters- oder Krankheitsgründen das Gotteshaus nicht aufsuchen können, die Möglichkeit gegeben werde, häufig das Sakrament der Heiligen Kommunion zu empfangen“. Gleichzeitig ruft er die Priester, die Krankenbesuche zu Hause oder in Krankenhäusern machten, auf, sich ihren Schützlingen mit pastoraler Hingabe zu widmen.

Abschließend dankt der Papst im Namen der gesamten Katholischen Kirche allen Menschen im Bereich der Krankenfürsorge sowie auch den zahlreichen Menschen, die Kranken und Bedürftige der eigenen Familie versorgen: Mit Professionalität und im Verborgenen bezeugten diese Menschen durch ihr Wirken Christus, schreibt der Papst. Den Welttag der Kranken begeht die Katholische Kirche jährlich am 11. Februar, dem Fest der Gottesmutter von Lourdes. Er wurde vom seligen Papst Johannes Paul II. im Jahr 1992 eingeführt mit dem Gedanken, die Situation von Kranken stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rufen.

Artikel drucken

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten, Vatikan veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.