Warnung vor selbsternannten Reformern und Propheten

Feier zum Papstgeburtstag in Regensburg

REGENSBURG, 30. April 2012 (Vaticanista/pdr).- Rund 1.500 Gläubige sind am Sonntagnachmittag in den Hohen Dom St. Peter in Regensburg gekommen, um den 85. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. zu feiern. Damit setzten die Gläubigen ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit dem Heiligen Vater, der in der Vergangenheit über Regensburg gesagt hatte: „Hier bin ich daheim.“

Bischof Gerhard Ludwig Müller stand der Eucharistischen Vesper im überfüllten Dom vor. Der Erste Chor der Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Roland Büchner umrahmte die Feier musikalisch mit dem „Tu es Petrus“ – Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Aus der Oberpfalz waren über 20 Feuerwehren sowie rund 50 Delegationen der Marianischen Männerkongregation (MMC) und zahlreicher weiterer Verbände gekommen, so dass sich von der Statiokirche St. Ulrich aus ein langer Zug zum Dom in Bewegung setzte und durch das Hauptportal in die Kathedrale einzog.

Auf den Papstgeburtstag angestoßen; Foto: PDR

Auf den Papstgeburtstag angestoßen; Foto: PDR

In seiner Predigt warnte der Regensburger Bischof vor selbsternannten sogenannten „Reformern und Propheten“. In Wirklichkeit seien Petrus und seine Nachfolger das sichtbare Zeichen der Einheit der Kirche mit Gott. „Der Papst ist nicht irgendeine prominente Gestalt in Rom zur Befriedigung der Sensationslust“, sagte Bischof Müller. Als Stellvertreter Christi auf Erden sei er eingesetzt von Jesus Christus selbst. Er diene der Einheit der Kirche in Christus. „Er bewahrt und verkündet die Wahrheit, die uns geoffenbart ist.“ Der Regensburger Hirte wandte sich gegen den antirömischen Affekt auch innerhalb der katholischen Kirche, der sich nur dem Zeitgeist anpassen wolle. „Wir haben eine effektive und affektive Beziehung nicht nur zum Papstamt, sondern auch zur Person Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI., der aus unserer Mitte stammt“, sagte er. Bischof Müller erklärte, dass die antirömischen Stimmen von außerhalb des Bistums Regensburg während des Katholikentags 2014 keinen Platz haben werden. „Entgegen diesem antirömischen Gemurmel und Geschwätz stehen wir auf der Seite unserer Priester und Seelsorger“, versprach er.

Nach der Vesper fand auf dem südlichen Domplatz eine Bewirtung für hunderte Gäste durch die Brauerei Bischofshof statt. Es gab Limonade, Bier und Brezen. Prälat Georg Ratzinger, der Bruder des Heiligen Vaters, das Domkapitel Regensburg, Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, und Philipp Graf Lerchenfeld vom Diözesankomitee der Katholiken, feierten mit Bischof Gerhard Ludwig zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches.

Artikel drucken

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten, Vatikan, Weltkirche - Ökumene veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.