„Mut zur Hoffnung“

Gemeinschaft Sant’Egidio lädt zum 27. Friedenstreffen nach Rom ein

ROM, 26. September 2013 (Vaticanista/PM).- Inmitten der dramatischen Krise in Syrien und im ganzen Nahen Osten, während viele arabische Länder nach einer neuen demokratischen und gerechteren Zukunft suchen, versammeln sich über 400 Religionsoberhäupter und Vertreter aus Politik und Kultur aus 60 Ländern auf Einladung der Gemeinschaft Sant’Egidio vom 29. September bis 1. Oktober in Rom. Seit dem historischen Treffen von Papst Johannes Paul II. 1986 in Assisi hat Sant’Egidio in den vergangenen 27 Jahren den sogenannten „Geist von Assisi“ in zahlreiche Städte und Länder Europas und des Mittelmeerraumes getragen. Auch in Deutschland fanden 2003 in Aachen und 2011 in München eindrucksvolle Treffen statt.

Marco Impagliazzo, der Präsident der Gemeinschaft Sant’Egidio, weist darauf hin, dass in diesem Jahr die Krise in Syrien im Mittelpunkt des Treffens steht, und macht sich den Aufruf von Papst Franziskus zueigen: „Lassen wir uns die Hoffnung nicht rauben“. Denn in vielen Regionen der Welt fehlt die Hoffnung, angefangen von der jungen Generation in den von der Wirtschaftskrise stark erschütterten südeuropäischen Ländern bis zu den vielen Ländern, die von Gewalt, Konflikten und Auseinandersetzungen geprägt sind, wie die schrecklichen Attentate dieser Tage in Pakistan, Kenia und im Irak gezeigt haben. In vielen Ländern wie in Nigeria ist das Zusammenleben zwischen den Religionen gefährdet und wird durch terroristische Gewalt zerstört.

Diesen Herausforderungen wollen sich die Religionsvertreter im Dialog und in der freundschaftlichen Begegnung mit Menschen guten Willens aus Politik, Kultur und Gesellschaft stellen, um den „Mut zur Hoffnung“ zu stärken, wie das diesjährige römische Treffen überschrieben ist. Auch die Bevölkerung ist eingeladen, sich am Dialog zu beteiligen, der in 32 Foren zu verschiedenen Themen geführt wird: 50. Jahrestag von „Pacem in Terris“, die Krise im Nahen Osten, Versöhnungsarbeit in Afrika, die Rolle der Religionen in Asien, die Zukunft Lateinamerikas, Immigration, Gastfreundschaft, Integration, Information im Dienst am Frieden, Dialog zwischen Nichtgläubigen und Gläubigen, der Wert des Lebens in Schwäche und Leid, der Segen eines langen Lebens, das Martyrium heute und die Gewalt gegen Frauen.

Mit beim römischen Treffen dabei sind etwa hohe Vertreter aus Indien, Pakistan und Japan, Shawki Ibrahim Abdel-Karim Allam, Großmufti der Arabischen Republik Ägpyten, Oded Wiener vom israelischen Oberrabbinat, Bischof Pierre-André Dumas aus Haiti und Erzbischof Ghaleb Bader von Algier, der neapolitanische Erzbischof Kardinal Crescenzio Sepe sowie die Kardinäle Kurt Koch und Walter Kasper, die italienische Schriftstellerin Susanna Tamaro, Ahmed Maher von der Jugendbewegung „6. April“ in Ägypten und Rabbiner Abraham Skorka, persönlicher Freund von Papst Franziskus.

 

 

 

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