Geistliche Gemeinschaft schaltet sich in Südsudan-Gespräche ein

Eine Delegation von Sant’Egidio in Addis Abeba

ROM, 9. Januar 2014 (Vaticanista/PM).- Mehrfach ist die Geistliche Gemeinschaft Sant’Egidio schon in Afrika in Friedensverhandlungen als Vermittler aufgetreten, in Burundi und Mosambik etwa mit nachhaltigem Erfolg. Eine Delegation der Gemeinschaft ist nun zu den Verhandlungen über die Krise im Südsudan in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba gereist. Sant’Egidio unterhält eine langjährige Freundschaft zum Volk des Südsudan.

Seit einigen Tagen treffen sich dort die Parteien, die Regierung und die Rebellen unter der Führung des ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar. Die Vermittlung hat federführend die Entwicklungseinrichtung IGAD (Inter-Government Authority for Development) übernommen, um über einen Waffenstillstand und die Befreiung einer politischer Gefangener zu beraten. Die humanitäre Lage vor Ort ist weiter dramatisch: Die Zahl der Inlandsflüchtlinge steigt durch die Auseinandersetzungen ständig, die in der Stadt Bor und insbesondere in der Hauptstadt von Südsudan, Juba, ausgetragen werden.

Die Delegation von Sant’Egidio traf die Führer der beiden Fraktionen, die Vermittler und Vertreter der internationalen Gemeinschaft, die in Addis Abeba anwesend sind. Sie unterstützt die aktuellen Bemühungen, um möglichst bald zu einer Verhandlungslösung zu kommen, wie es auch im Appell des Weihbischofs der Erzdiözese Juba, Santo Loku Pio, für ein Ende des „sinnlosen Krieges“, für Versöhnung und Entwicklungsengagement gefordert wird. Im Verlauf der Gespräche haben die Führer beider Delegationen an ihre langjährige Verbundenheit mit der Gemeinschaft und die Besuche am römischen Sitz in Trastevere seit Mitte der 90er Jahre erinnert.

 

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